In den letzten Tagen (Stand 16.06.2020) wurde viel über eine Studie des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) und der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) in Zusammenarbeit mit einer Arbeitsgruppe aus Norwegen  berichtet, nach der es einen Zusammenhang mit der Blutgruppe (genauer gesagt: dem Gen-Abschnitt, auf dem auch die Information für die Blutgruppe liegt) und dem Risiko eines schweren Verlaufs im Falle einer Coronaviren-Infektion geben könnte. Dies hat dazu geführt, dass plötzlich viele Menschen den Wunsch haben, ihre Blutgruppe zu kennen und bei ihrem Hausarzt um deren Bestimmung bitten.

Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang, dass die Bestimmung der Blutgruppe außer vor Operationen und natürlich im Notfall keine Leistung der gesetzlichen Krankenkasse ist und daher vom Patienten selbst bezahlt werden muss. Wir führen die Blutabnahme gerne als kostenlose Serviceleistung für unsere Patienten durch, für die Analyse erhalten Sie dann jedoch eine Rechnung des Labors.

Bedenken Sie bitte, dass eine Blutgruppe, die nach der o. g. Studie ein geringeres Risiko für einen schweren Infektionsverlauf darstellen könnte, nicht grundsätzlich vor einer Infektion schützt. Es wäre also fatal zu glauben, dass man nur aufgrund seiner Blutgruppe quasi immun gegen Covid-19 ist und auch keine anderen Menschen infizieren kann!

Daher unser Rat: Halten Sie sich weiter an alle Empfehlungen im Zusammenhang mit den Maßnahmen zur Pandemie-Bekämpfung – egal, welche Blutgruppe sie haben!